Erektionsstörung

Erektion - so kommt sie zustande

Nach so viel Anatomie abschließend noch einige Fakten zur Entstehung einer Erektion. Die Entstehung einer Erektion ist ein sehr komplexer Vorgang, der bei bewusst wahrgenommener oder unbewusster sexueller Erregung auftritt.

Die sexuelle Erregung wird über optische und akkustische Reize, durch Gerüche und Berührungen oder einfach durch Fantasien ausgelöst. Im Falle äußerer Reize werden diese vom Gehirn empfangen und ausgewertet. Als Reaktion auf die sexuelle Erregung werden erektionsauslösende Nervenimpulse über das Rückenmark zum Penis geleitet.

Dort sorgen verschiedene chemische Signale dafür, daß die glatte Penismuskulatur erschlafft und als Folge vermehrt Blut in die Schwellkörper einströmen kann. Der Penis wird dabei länger und dicker, bei andauernder sexueller Erregung sind die Schwellkörper schließlich so weit mit Blut gefüllt, daß die Venen im Penis durch sie zusammengepresst werden. Der Blutabfluss aus dem Penis wird so verringert, der Penis versteift sich vollständig und die Erektion bleibt bestehen.

Nach der Ejakulation lässt die sexuelle Erregung nach, der Blutzustrom verringert sich und die Erektion nimmt langsam ab. Auch hierbei wirken verschiedene chemische Signalketten zusammen.

Neben den genannten Faktoren spielen auch verschiedene Hormone bei der Entstehung einer Erektion eine wichtige Rolle, z.B. Testosteron. Die Vielzahl der beteiligten Faktoren macht auch noch einmal deutlich, das eine Erektionsstörung sehr viele unterscheidliche Ursachen haben kann.

Übrigens - die berühmte "Morgenlatte" kommt auf andere Art zustande, als eine normale Erektion. Ihr Auftreten bedeutet deshalb keineswegs, das eine Erektionsstörung ausschließlich psychisch bedingt ist.

Erektionsstörung - Penis in schlaffem Zustand und eregiert
Penis in schlaffem Zustand und eregiert.